Die meisten Internetnutzer bringen den Zugang ins weltweite Netz mit dem Begriff DSL in Verbindung. Der einfache, schnelle und vor allen Dingen preisgünstige Internetanschluß hat sich insbesondere im Privatkundenbereich durchgesetzt und wird millionenfach genutzt. Technisch betrachtet müßte man allerdings exakterweise vom ADSL-Dienst sprechen, denn die DSL-Technologie erlaubt durchaus verschiedene Formen der praktischen Anwendung.

ADSL, neben dem Kabelanschluß die unbestrittene Nummer Eins für den Internetzugang, bezeichnet wie die Abkürzung andeutet, einen asymmetrischen digitalen Teilnehmeranschluß. Die Asymmetrie liegt darin, dass die zur Verfügung stehende Bandbreite des Kommunikationsmediums nicht gleichberechtigt zum Senden und Empfangen von Daten zur Verfügung steht. Vielmehr wird, weil es der üblichen Nutzung entspricht, dem Kanalweg zum Benutzer eine deutlich größere Bandbreite zugebilligt als der anderen Richtung. So kommen zum einen sehr hohe maximale Datenraten zustande - die DSL-Anbieter werben beispielsweise mit maximal 16 Mbit/s oder auch 50 Mbit/s, andererseits bleiben die technischen Anforderungen der Konstruktion dennoch gering und damit die Bereitstellungskosten. Ein weiteres Plus für den ADSL-Anschluß stellt die Tatsache dar, dass er parallel zu einem existierenden Telefonanschluß auf denselben Kupferadern betrieben werden kann. Ein Neuverlegen von Kabeln ist somit nicht notwendigt. Stattdessen wird parallel ein eigener von der Telefonie nicht genutzer Frequenzbereich zur Datenübertragung verwendet. Insbesondere diese Umstände haben zu der massenhaften Verbreitung als Internetzugangsform mit beigetragen.

Anders als beim ADSL benötigt das SDSL jedoch eigene Kupferadern für den Betrieb. Eine gemeinsame Nutzung mit der Telefonie ist hier nicht möglich. Dafür bietet SDSL als anspruchsvollere DSL-Variante eine symmetrische Datenkommunikation. Dies bedeutet, dass Up- und Download-Kanal des Internetzugangs über die gleiche Leistungsfähigkeit verfügen und nicht lediglich einer von beiden eine hohe Bandbreite erreicht. Vorteilhaft ist dies insbesondere im kommerziellen Einsatz, wo nicht nur Informationen empfangen sondern auch im großen Maße gesendet werden, beispielsweise bei der Nutzung als Voice over IP Medium für die Internettelefonie. Allerdings machen die höheren technischen Anforderungen das SDSL deutlich kostspieliger, so dass es wirklich nur in professionellen Umgebungen zum Einsatz kommt. Doch sobald die Leistungsanforderungen entsprechend hoch sind, gibt es im DSL-Bereich zum SDSL keine Alternative.





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