Die deutsche Sprache soll ja laut herrschender Meinung recht schwer zu erlernen sein. Viele Personen mit Migrationshintergrund würden dies sicherlich sofort unterschreiben.
Doch inzwischen kann man hier annähernd Entwarnung geben, auch die deutsche Sprache ist einem nicht unerheblichen Wandel unterworfen. Immer mehr entwickelt sie sich eine neue Wortkultur: das Zauberwort heißt inzwischen „Denglisch“.
Während man früher noch Mühe hatte, Fremdwörter in der Bedeutung zu erkennen, entstehen inzwischen bald täglich neue Wortkreationen. Eine Mischung aus Deutsch und Englisch führt dazu, dass man mit der Sprachentwicklung kaum noch mithalten kann.
Nun werden einige sicherlich den Fortschritt loben und den Globalismus als Hauptgrund heranführen. Andere werden der deutschen Sprachkultur hinterher trauern und sich die gute alte Zeit herbei wünschen, als die deutsche Sprache noch frei von englischen Einflüssen war.
Ungeachtet der Meinung die man zu diesem Punkt vertritt sollte jedoch klar sein, dass sich diese Entwicklung durchaus negativ auf das inländische Bildungsniveau auswirken kann. Da die Sprache als solche durch regelmäßige Weiterentwicklung insgesamt in ihrer Struktur aufgeweicht wird und offenbar jeder durch Eigeninitiative zu der Umgestaltung beitragen kann, erscheinen Rechtschreibregeln widersinnig. Wozu auf die richtige Schreibweise achten, wenn man hierfür einfach ein neues Wort erfinden kann?
Bestes Beispiel aus dem Bereich der Onlinekommunikation: Inzwischen sind viele Jugendliche dazu übergegangen, das Wort „ja“ durch ein „ya“ zu ersetzen, also die deutsch-englische Mischung, aus „yes“ und „ja“ wird kurzerhand ein neues Wort kreiert.
Vielleicht mag die Problematik für viele als unwesentlich und unwichtig betrachtet werden, die Auswirkungen werden allerdings sicherlich in einigen Jahren zu spüren sein. Eine traurige Entwicklung, wenn man beachtet, dass die deutsche Sprache zwar schwer zu erlernen, aber dennoch außerordentlich vielseitig ist.

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