Für Zeitgenossen, die nicht gerade Betriebswirtschaft oder Finanzwissenschaften studiert haben, ist der Devisenhandel ein Buch mit sieben Siegeln. Die Berater der Hausbank sprechen gar von Hebeleffekten und Spreads, Pips und Stop-Loss Orders, wobei kaum ein Laie versteht, worum es bei den abstrakt wirkenden Begriffen rund um den Forex Handel überhaupt geht. Dabei könnte alles so einfach sein, denn viele Banken bieten ihren Kunden den MetaTrader zum Download an – zum Üben eine ideale Lösung.

Wie heißt es so schön: Früher war alles besser. Darüber lässt sich zwar streiten, aber fest steht auf jeden Fall, dass früher alles überschaubarer war. Vor der Erfindung des Geldes und der Währungen tauschte man mit dem benachbarten Bauern einfach seine überschüssigen Getreidekörner gegen das, was man gerade so brauchte: Eier, Milch, Feuerholz oder gar ein Schwein. Tauschgeschäfte waren in kleineren Gesellschaften noch möglich. Je größer die Siedlungen wurden und je mehr mit Nachbardörfern gehandelt wurde, desto einheitlicher mussten die wertäquivalenten Gegenstände sein. Silber und Gold hatten den Vorteil, unverderblich und rar zu sein, was die Edelmetalle zu begehrten Tauschobjekten machte. Mit wachsender Bevölkerung und mit zunehmendem Handel wuchs die Nachfrage nach einheitlichen Zahlungsmitteln, die mit einem gleichbleibenden Wert verbunden waren.

Von den Lydern in Vorderasien weiß man, dass die zu den ersten Völkern gehörten, die Metall zu Münzen schlugen. Das war bereits im 7. Jahrhundert v. Chr., also noch lange Zeit, bevor Griechen und Römer mit ihrem ersten geprägten Geld Handel trieben. Münzen erfreuten sich allgemein großer Beliebtheit, denn sie hatten gegenüber anderen offiziellen Tauschwaren den Vorteil, schnell gezählt werden zu können. Das zeitaufwändige Wiegen konnte daher entfallen. Mit den Münzen war auch die Zeit der Geldwechsler und des Bankwesens gekommen und obwohl man meinen sollte, dass vor ein paar tausend Jahren auch das Geschäft mit ausländischen Währungen hätte florieren müssen, setzte sich der internationale Forex Handel im großen Stil tatsächlich erst im späten 19. Jahrhundert durch.

Heute ist der Devisenmarkt mit einem Umsatz von etwa 4 Billionen US-Dollar pro Tag der weltgrößte Finanzmarkt. Teilnehmer sind hauptsächlich Banken, Devisenmakler, Handelshäuser, Industrieunternehmen und private Devisenhändler. Wenn es wirtschaftspolitische Situationen erfordern, greifen die Zentralbanken zur Wiederherstellung des Devisenmarktgleichgewichtes regulierend ein.

Wer den Begriff „MetaTrader“ in die Suchmaschinen eingibt, erhält eine Liste von namhaften und seriösen Forex-Brokern, die dieses fast selbst erklärende Programm auf ihren Trading-Plattformen zum Download anbieten. Der MetaTrader wird sowohl von privaten Hobby-Tradern als auch von versierten Profis eingesetzt und erlaubt den automatisierten Handel. Einsteiger werden nach dem Download dabei nicht alleine gelassen, denn das Herunterladen erfordert in den meisten Fällen die Angabe einer gültigen Mailadresse und einer Rufnummer. Ist das Programm erst installiert, meldet sich ein Mitarbeiter der Bank telefonisch und bespricht mit dem Kunden sämtliche für den Forex Handel erforderlichen Details. Auf diese Weise werden die ersten Schritte zum Kinderspiel und nach kurzer Zeit weiß der zukünftige Trader dank vieler Tipps und Lernhilfen im Internet auch, was es mit Hebeleffekten, Spreads, Pips und Stop-Loss Orders auf sich hat. Letzteren Begriff sollte man sich beim Forex Handel merken, denn ein rechtzeitig gesetztes Stop-Loss Limit kann einen vor schweren Verlusten bewahren, wenn sich ein Kurs auf dem Abwärtstrend bewegt.





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