Handy-Spiele haben sich innert weniger Jahre vom Hobby einiger eingeschworener Freaks zum gesellschaftsfähigen Zeitvertreib gemausert. Und sie gewinnen immer mehr Anhänger: Dies zeigen mehrere Studien, aktuell jene des Forschungsinstituts Gamematrix. Ein Achtel aller Bundesbürger spielt zwischendurch gerne mal auf seinem Handy. Am meisten Anhänger haben Handy-Games bei Männern und da insbesondere bei der jungen Generation zwischen 14 und 29 Jahren: Fast jeder zweite (rund 45 Prozent) in dieser Altersklasse vertreibt sich seine Zeit gerne einmal mit Online-Games. In der Handy-Nutzung rangiert das Gamen sogar noch vor dem Surfen im mobilen Internet.
Am beliebtesten sind einfache Games wie Sudoku, Kreuzworträtsel oder andere Wissens- und Denkspiele, die nicht allzu viel Zeit benötigen und die man einfach mal zwischendurch spielen kann, um Wartezeiten zu überbrücken oder sich für einen Moment abzulenken.
Gemäß der Gamematrix-Studie begnügen sich viele mit den auf dem Handy vorinstallierten Games und sind weniger gewillt, für mobile Spiele Geld auszugeben. Allerdings läuft die Entwicklung immer mehr auch Richtung Download-Content. So erwirtschafteten Mobile-Games letztes Jahr (2009) allein in Deutschland einen Umsatz von 140 Millionen Euro. Dieser Trend hat vor allem zwei Gründe: Zum einen haben einige Hersteller inzwischen richtige Spieler-Handys auf den Markt gebracht – mit denen man auch noch telefonieren kann – und gerade Junge möchten mitreden, wenn sich Freunde über die neusten Apps unterhalten. Zum anderen kann man heute den meisten Handys auf einfache Art eine Portion Spielpower verleihen und problemlos neue Games downloaden. Die Studien zeigen denn auch: Wer einmal ein Spiel heruntergeladen hat, tut dies künftig eher wieder.
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