Sie sind karriereorientiert, haben ein Studium abgeschlossen, vielleicht sogar schon ein zweites? Sie haben sich einige Jahre intensiv ihrem Beruf gewidmet und darüber ihr Privatleben einschlafen lassen? Ihr Gehalt ist in Ordnung, aber Sie verdienen weniger als Ihre Kollegen? Sie haben nichts dagegen, auch mal am Wochenende zu arbeiten. Dass Sie aber nun schon zum zweiten Mal in diesem Jahr Ihren Urlaub absagen mussten, stellte die Beziehung zu Ihrem Partner vor große Herausforderungen? Kurzum, Sie fühlen sich ungerecht behandelt, ausgebremst und ausgebeutet und sind einfach mit der Gesamtsituation unzufrieden? Dann geht es Ihnen wie einem Großteil der Arbeitnehmer in Deutschland. Ändern Sie etwas! Nehmen Sie Ihr Schicksal selbst in die Hand!

Eine strategisch sinnvoll eingesetzte Kündigung kann sich als wahrer Karrierekick herausstellen. Seien Sie kreativ und erfinden Sie sich und für Sie geeignete Jobs neu. Laut Studien wechseln Amerikaner in einem 40-jährigen Arbeitsleben im Durchschnitt elfmal den Arbeitsplatz. Eine ähnliche Entwicklung lässt sich mittlerweile auch in Deutschland erkennen. Im Frühjahr dieses Jahres ergab eine Umfrage unter 30.000 Arbeitnehmern aus 29 Ländern, dass die Bereitschaft der Deutschen aus Karrieregründen nach einer neuen Arbeit zu suchen extrem hoch ist. 41 Prozent der deutschen Arbeitnehmer gaben an, sich aktiv um einen neuen Job zu bemühen. Unter belgischen Arbeitnehmern hingegen seien lediglich 15 Prozent der Befragten an einem Jobwechsel interessiert.

Schon lange haben wir uns von dem Gedanken verabschiedet, wie die Generation unserer Eltern ein Leben lang für das gleiche Unternehmen zu arbeiten. Die Entwicklung geht sogar noch einen Schritt weiter: Ist man zu lange für ein Unternehmen in der gleichen Position tätig, entsteht der Eindruck, man würde sich nicht weiterentwickeln. Das moderne Arbeitsleben ist von ständigen Veränderungen geprägt. Berater empfehlen jedoch bei karrierebedingtem Arbeitsplatzwechsel im Durchschnitt immer fünf Jahre bei einem Arbeitsgeber zu bleiben. Dadurch wird vermieden, als Jobhopper zu erscheinen. Trotz Veränderungsfähigkeit und Flexibilität wird auch Ausdauer und Beständigkeit bei einem perfekten Arbeitnehmer gesucht. Den Mittelweg zu finden, ist nicht immer ganz einfach.

Unabhängig davon, ob im festen Angestelltenverhältnis oder bei Bewerbungsgesprächen, muss man sich und seine Arbeitskraft wie ein Produkt sehen, das es bei der Jobsuche auf dem Markt anzupreisen und zu bestmöglichen Konditionen zu verkaufen gilt. Jeder neue Arbeitgeber ist dabei ein neuer Verhandlungspartner. Die Karten werden neu gemischt und das Ergebnis des neuen Gehalts und der neuen Konditionen hängen von Ihrem Verhandlungsgeschick ab. Dabei sind die Gehaltssprünge bei einem Arbeitsplatzwechsel meist deutlich höher als bei Gehaltserhöhungen im alten Unternehmen.

Als eine große Unterstützung bei der Jobsuche zeigen sich die Möglichkeiten von Social Media-Portalen. Wenn Sie nach einer herausfordernden Arbeit suchen, können Sie sich hier potenziellen neuen Arbeitgebern von ihrer besten Seite präsentieren. Erstellen Sie sich aussagekräftige Profilseiten, achten Sie dabei darauf, berufliches und privates ganz klar von einander zu trennen und aktualisieren Sie diese Portale regelmäßig. Bauen Sie sich ein großes und vor allem sinnvolles Netzwerk auf, so dass Sie Angebote bei der Jobsuche schon erreichen, bevor sie überhaupt offiziell ausgeschrieben werden. Orientieren Sie sich neu und verhelfen Sie sich zu einem Karrierekick!





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