Mal ganz ehrlich: Viele von uns, die draußen jemand beim Nordic Walking sehen, rümpfen entweder die Nase oder schenken diesem Sportler gerade mal ein müdes Lächeln. Nordic Walking ist doch nicht intensiv genug, um die Fitness richtig zu verbessern, lauten so manche Kommentare von Leuten, die im Prinzip null Ahnung haben. Oder Nordic Walking wäre ein Sport für Alte und übergewichtige Hausfrauen, aber keinen, der top fit und super drauf ist. Das alles ist vollkommener Quatsch, denn Nordic Walking ist eine Sportart, zu der es in Sachen Fitness, Gesundheit und die schlanke Linie kaum eine Alternative gibt. Und dass Nordic Walking nicht nur ein „Alt-Oma-Sport“ sondern bestens als Konditionstraining geeignet ist, beweisen die Skilangläufer, die im Sommertraining unzählige Kilometer via Nordic Walking absolvieren.
Der Experte für Nordic Walking und Hochschullehrer Gerhard Hennige beschreibt das typische Erscheinungsbild des reinen Läufers so: Mager, dünne Arme und Beine, geringe Gesäßmuskulatur und gekrümmte Haltung. Diese Einseitigkeiten gibt es beim Nordic Walking nicht! Beim richtig ausgeführten Nordic Walking fällt die so genannte Flugphase weg. Zur Erzeugung des Vortriebs muss also mehr Muskelmasse aktiviert werden. Nordic Walking ist damit – im positiven Sinne – unökonomisch. Durch den Einsatz der Arme und des gesamten Oberkörpers beim dynamischen Nordic Walking braucht man mehr Energie und mehr Muskelarbeit. Der Gewinn für den Sportler: Beim Nordic Walking erreicht man ein sanftes Training der gesamten Körpermuskulatur sowie der Ausdauer. Das ist nicht nur für die Fitness besser, sondern verbrennt auch mehr Fett. Darüber hinaus schont man beim Nordic Walking auch die Gelenke, da immer ein Fuß auf dem Boden ist und viel Gewicht über die Arme abgefangen werden kann. Diese Vorteile sollte sich jeder einmal durch den Kopf gehen lassen, bevor er negative Urteile über das Nordic Walking abgibt.

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